Das Akronym Carola® ist eine geschützte Kurzbezeichnung für
den vom Karlsruher
Institut für Technologie (KIT) ent- wickelten und patentierten Corona-Aerosol-Abscheider.

Feinstaubgrenzwerte für Kleinfeuerungsanlagen werden strenger

veröffentlicht am 2.11.2012

Carola Clean Air - Saubere Luft für Alle

 

Durch die Verbrennung von Festbrennstoffen in Kleinfeuerungsanlagen wird heute bundesweit bereits soviel Feinstaub freigesetzt, wie durch den Straßenverkehr. In den letzten Jahren wurde die Gesetzgebung für Feinstaubemissionen aus Holzfeuerungsanlagen daher sowohl in Deutschland, als auch im europäischen Ausland verschärft. Die Novellierung der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, kurz 1.BImSchV, war nach Meinung vieler Experten längst überfällig, da die bisher geltenden Grenzwerte aus dem Jahr 1988 stammten und sich mit Hilfe moderner Filteranlagen deutlich niedrigere Grenzwerte einhalten lassen.

Für, mit Festbrennstoffen betriebene Kesselanlagen, ab einer Nennwärmeleistung von 4 kW, werden die Grenzwerte für Partikel- und Kohlenmonoxidemissionen in zwei Stufen verschärft. Die erste Stufe, die bereits seit 2010 in Kraft ist, schreibt einen Grenzwert von 0,10 g/m3 für Feinstaub vor. In einer zweiten Stufe wird der Grenzwert, für neu installierte Anlagen, ab 2015, auf 0,02 g/m3 gesenkt. Für so genannte Einzelraumfeuerungsanlagen, wie Kamin- und Kachelöfen, wurde, mit in Kraft treten der 1.BImSchV, ein Grenzwert für Feinstaub von 0,075 g/m3 eingeführt, ab 2015 gilt dann ein Grenzwert von 0,04 g/m3. Insbesondere für ältere Anlagen, deren Bestandsschutz ausläuft, sind die neuen Grenzwerte nur durch Nachrüstung mit modernen elektrostatischen Partikelabscheidern einzuhalten. Auch im Ausland geraten Partikelemissionen aus Holzfeuerungsanlagen zunehmend in den Fokus des Gesetzgebers. Im Kampf gegen Feinstaubbelastung nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Artikel 15a des österreichischen Bundes-Verfassungsgesetzes schreibt bereits seit 2011 noch niedrigere Grenzwerte als die novellierte 1.BImSchV vor. Dort liegt der zulässige Höchstwert für Feinstaub für sämtliche Biobrennstoffe bei 0,06 g/m3. Auch die Schweizer Luftreinhalteverordnung schreibt für Holzfeuerungen, mit einer Wärmeleistung von bis zu 70 kW, Grenzwerte für Feinstaubemissionen vor. Hackschnitzelkessel müssen beispielsweise ab 2011 auf dem Prüfstand eine Partikelemission von unter 60 mg/m3 nachweisen. Die Kantone Thurgau und Wallis fördern darüber hinaus die Nachrüstung bestehender Anlagen mit Partikelabscheidern. Die Anpassung der Gesetze an die technischen Möglichkeiten zur Reduktion von Feinstaubemissionen ist ein bedeutender Schritt hin zur „Sauberen Luft für Alle“. Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit lassen sich durch die Umsetzung der 1.BImSchV bis 2025 jährlich 15.000 Tonnen Feinstaubemissionen aus häuslichen Holzfeuerungsanlagen einsparen. Partikelabscheider wie der Carola-Abscheider sind unverzichtbar um dieses Ziel zu erreichen.

 

Weiterführende Links:

Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-
Immissionsschutzgesetzes im Wortlaut

Förderung

Logo Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft