Das Akronym Carola® ist eine geschützte Kurzbezeichnung für
den vom Karlsruher
Institut für Technologie (KIT) ent- wickelten und patentierten Corona-Aerosol-Abscheider.

Umweltverbände fordern entschlosseneres Handeln zur Verbesserung der Luftqualität in Europa

veröffentlicht am 04.05.2012

Carola Clean Air - Saubere Luft für Alle

Mehr als 200 Umwelt- und Gesundheitsorganisationen haben gegenüber der europäischen Kommission ein entschlosseneres Handel zur Verbesserung der Luftqualität gefordert. In einem offenen Brief an EU-Umweltkommissar Janez Potočnik und die Leiter der Brüsseler Generaldirektion Umwelt, wiesen sie auf Verstöße bei der Einhaltung, der seit dem 1. Januar 2005 geltenden, einheitlichen europäischen Grenzwerte für Feinstaub (PM10) hin.

 

Die Unterzeichner des Briefes forderten von dem slowenischen Umweltkommissar Verstöße durch EU-Mitgliedssaaten mit rechtlichen Sanktionen zu ahnden. Notfalls müsse das Recht auf saubere Luft vor dem Europäischen Gerichtshof eingeklagt werde.

Obwohl die Emissionen von Luftschadstoffen in den letzten zwanzig Jahren zurückgegangen sei, habe sich die Qualität der Luft keineswegs deutlich verbessert. Die Konzentration von Ozon und den, für die menschliche Gesundheit sehr gefährlichen Feinstaubpartikeln in der Atemluft, sei nach wie vor sehr hoch.

Nach  einer im Auftrag der  European Environment Agency (EEA), angefertigten Studie gehen auf Grund der Luftverschmutzung durch Feinstpartikel jährlich 5 Millionen Lebensjahre in den 27 EU-Mitgliedsländern verloren, was sich für den durchschnittlichen  EU-Bürger in einer um 8,6 Monate reduzierten Lebenserwartung auswirkt (WHO). Die Verbände, zu denen auch der deutsche NABU und BUND gehören, bezeichnen diesen Umstand als völlig inakzeptabel und grob fahrlässig.

Außerdem lägen die geltenden europäischen Höchstwerte für Feinstaubpartikel unter den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und seien somit nicht geeignet die Gesundheit der EU-Bürger in ausreichendem Maß zu schützen. So empfiehlt die WHO als zulässiges Jahresmittel für Feinstaub PM2,5 10 µg/m³, der europäische Grenzwert liegt mit PM10 40 µg/m³ deutlich darüber.

Würden die Vorgaben der WHO in den 25 größten europäischen Städten durchgesetzt wären, nach Angaben der Unterzeichner des Briefes, mit jährlich Einsparungen von 31,5 Milliarden Euro zu rechnen. Die Verbesserung der Lebensqualität und die Steigerung der Lebenserwartung der Bürger in den betroffenen Städten sollte ein Anreiz sein jetzt zu handeln, dem Leitsatz der CCA folgend: Saubere Luft für alle.  

 

Weiterführende Links:

 

Studie des European Topic Centre on Air and Climate Change (ETC/ACC) zur Luftqualität in Europa: Air quality in Europa - 2011 report, zum download

Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie des Aphekom-Projektes zu Feinstaub- und Ozonbelastung in 25 europäischen Großstädten

 

Förderung

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